Über uns

KIMed Projekt

Über KIMed – Projekt, Ziele, Einordnung

KIMed – das Netzwerk für Künstliche Intelligenz in der Medizin - bringt datenführende Institutionen, methodische und technische Partner sowie Anwender:innen aus der Medizin zusammen. Ziel ist es, eine leistungsfähige und sichere Forschungsumgebung zu schaffen und KI-Innovationen gezielt zu fördern.

Ein zentrales Vorhaben ist die Konzeption einer geschützten Infrastruktur zur Verarbeitung medizinischer Daten in Sachsen, die die Nutzung großer, vernetzter Datensätze unter strengen Datenschutzanforderungen ermöglicht. So können moderne KI-Anwendungen in Forschung und Praxis perspektivisch sicher entwickelt und in Forschung sowie Versorgung eingesetzt werden.

Strategische Perspektive

KIMed verfolgt das Ziel, ein regional verankertes und international anschlussfähiges Innovationsökosystem für KI in der Medizin zu etablieren.

Dazu setzt das Netzwerk folgende Schwerpunkte:

  • Vernetzung von Forschung, Medizin, Wirtschaft, Regulierung und Politik als strategische Schnittstelle
  • Initiierung nachhaltiger Kooperationen zwischen Akteuren
  • Förderung gemeinsamer Drittmittelaktivitäten
  • Unterstützung des Aufbaus skalierbarer Daten- und KI-Infrastrukturen
  • Entwicklung gemeinsamer und vertrauenswürdiger Governance-Modelle
  • Sicherstellung höchster Standards in Qualität, Sicherheit, Interoperabilität und ethischer Verantwortung
  • Beschleunigung der Translation von KI-Innovationen in die medizinische Versorgung
  • Stärkung der regionalen Kompetenzentwicklung, insbesondere in Sachsen
  • Steigerung der internationalen Sichtbarkeit des Standorts im Bereich KI in der Medizin

Einordnung und Herausforderungen

KIMed befindet sich aktuell in der Aufbauphase eines regionalen Netzwerks für Künstliche Intelligenz in der Medizin. Das Projekt positioniert sich in einem dynamischen Umfeld, in dem KI-Entwicklungen in der Medizin vor zahlreichen fachspezifischen Herausforderungen stehen:

  • Datenheterogenität: Medizinische Daten liegen verteilt über Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und andere Institutionen in unterschiedlichen Formaten und Qualitäten vor.
  • Datenschutz und Sicherheit: Der Zugriff auf sensible Patientendaten ist stark reguliert und erfordert spezifische Maßnahmen zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben.
  • Translation in die Versorgung: Die Überführung von KI-Innovationen aus der Forschung in die klinische Praxis ist komplex und erfordert enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft und Politik.

Auf Landesebene befindet sich KIMed damit in einer frühen Phase, in der das Netzwerk zunächst Strukturen aufbaut, Kooperationen initiiert und den Austausch zwischen Akteuren etabliert. Perspektivisch soll es vergleichbare Initiativen in anderen Bundesländern ergänzen und gleichzeitig den Standort Sachsen sowohl regional als auch international sichtbarer machen.

Aufbau des Projektes

Das KIMed-Projekt gliedert sich in mehrere Schwerpunkte, die gemeinsam die Realisierung der strategischen Ziele ermöglichen. Dazu zählen u. a. der Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks, die Konzeption einer geschützten Forschungsumgebung für medizinische Daten, die Einrichtung eines zentralen KIMed-Portals zur Datenerschließung und Vernetzung sowie die Umsetzung demonstrativer Anwendungsfälle und praxisnaher Schulungsangebote.

Die Schwerpunkte ergänzen sich dabei gegenseitig: Das Netzwerk verbindet Akteure aus Forschung, Medizin, Wirtschaft und Politik und fördert so den Austausch und die Zusammenarbeit. Konzepte wie eine geschützte Dateninfrastruktur oder ein zentrales KIMed-Portal sollen perspektivisch den Zugang zu medizinischen Daten erleichtern und erste Möglichkeiten für die gemeinsame Entwicklung und Anwendung von KI schaffen. Ergänzend werden Demonstratoren und Schulungsangebote entwickelt, die den Wissenstransfer zwischen den Partnern unterstützen.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Schwerpunkten finden Sie hier.

Langfristige Perspektive

KIMed strebt eine nachhaltige Verstetigung des Netzwerks über die Projektlaufzeit hinaus an. Das Projekt wird von April 2025 bis Dezember 2027 mit 3,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Steuermitteln des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts gefördert.

Kofinanziert von der Europäischen Union
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes
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